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  • 14. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Juni

Warum wir tun, was wir tun – und wie wir es tun

 

Der Gunung Leuser Nationalpark, der Regenwald um Bukit Lawang und seine Bewohner – Orang-Utans, Nashornvögel, Gibbons, und so viele mehr – sind nicht einfach eine Kulisse für Tourismus. Sie sind ein lebendiges, fragiles Ökosystem, das wir als Privileg betrachten, begleiten zu dürfen. Und dieses Privileg verpflichtet.

 

In diesem Artikel erklären wir, was ethisches Reisen für uns bedeutet – ganz konkret.

 

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Unsere Haltung gegenüber Wildtieren

 

Orang-Utans sind wilde Tiere. Sie sind nicht zahm, nicht zutraulich und kein Fotomotiv auf Befehl. Der Kontakt mit Menschen kann für sie Stress bedeuten – und in schlimmsten Fällen zur Übertragung von Krankheiten führen, die für sie gefährlich sind.

 

Deshalb gelten bei uns folgende Regeln ohne Ausnahme:


  • Wir füttern keine Wildtiere. Auch nicht mit „natürlichen" Lebensmitteln.

  • Wir halten Sicherheitsabstand. Mindestens 10 Meter zu Orang-Utans – mehr ist besser.

  • Wir berühren keine Wildtiere. Und wir dulden es nicht, wenn Gäste dies versuchen.

  • Wir bleiben ruhig. Kein lautes Rufen, kein Winken, kein Blitzlicht.

  • Wir respektieren das Tier, nicht das Foto. Eine gute Beobachtung aus Distanz ist wertvoller als ein nahes Selfie.

 

Diese Regeln gelten auch für alle anderen Tiere im Dschungel – Affen, Reptilien, Vögel und alles, was kreucht und fleucht.

 

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Umgang mit dem Regenwald

 

Der Dschungel ist kein Erlebnispark – er ist ein lebendiges Ökosystem. Was selbstverständlich klingt, ist es in der Praxis nicht immer:

 

  • Kein Müll im Dschungel. Was wir hineinbringen, bringen wir auch wieder heraus.

  • Keine Pflanzen pflücken oder mitnehmen. Auch schöne Blumen haben ihren Platz im Wald.

  • Keine Wege abkürzen, die nicht vorgesehen sind. Abkürzungen zerstören Vegetation und Wurzelwerk.

  • Kein Feuer ohne Guide-Aufsicht. Lagerfeuer gibt es bei uns nur an dafür vorgesehenen Stellen.

 

Wir nehmen auf unseren Touren aktiv Müll mit, den wir finden – unabhängig davon, ob er von uns stammt. Kleines Zeichen, große Wirkung.

 

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Unterstützung der lokalen Gemeinschaft

 

Tourismus kann eine Kraft für Gutes sein – oder eine Kraft, die lokale Strukturen verdrängt. Wir wählen bewusst den ersten Weg.

 

Lokale Guides: Alle unsere Guides sind aus der Region. Sie kennen den Dschungel seit ihrer Kindheit, sprechen die Sprache der Einheimischen und sind ein direkter Kanal für den wirtschaftlichen Nutzen des Tourismus.

Lokale Produkte und Dienstleistungen: Wir kaufen Lebensmittel auf dem lokalen Markt, empfehlen einheimische Restaurants und Unterkünfte und arbeiten mit lokalen Transportanbietern zusammen.

Faire Löhne: Unsere Guides werden fair entlohnt. Wir glauben, dass guter Tourismus nur funktioniert, wenn die Menschen vor Ort davon profitieren – nicht als Staffage, sondern als gleichwertige Partner.

 

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Gruppengrößen & Tourenqualität

 

Wir verzichten bewusst auf Massentouren. Große Gruppen bedeuten mehr Lärm, mehr Stress für die Tiere und ein weniger persönliches Erlebnis für die Gäste.

 

Unsere maximale Gruppengröße ist daher bewusst klein gehalten. So bleibt jede Tour individuell, intensiv und respektvoll – gegenüber der Natur und gegenüber unseren Gästen.

 

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Was wir von unseren Gästen erwarten

 

Wir bitten alle, die mit uns reisen, diese Werte zu teilen – oder zumindest zu respektieren. Nicht aus Pflicht, sondern aus Überzeugung.

 

Wer versteht, warum wir diese Regeln haben, wird sie nicht als Einschränkung erleben – sondern als Teil des Erlebnisses. Denn echte Begegnungen mit der Natur entstehen nur, wenn man ihr Raum lässt.

 

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Zusammen für den Regenwald

 

Jede Tour, die wir anbieten, ist ein kleines Statement: Dass Tourismus und Naturschutz vereinbar sind. Dass Reisen bedeuten kann, etwas zu hinterlassen, das besser ist als vorher.

 

Wir danken euch, dass ihr diesen Weg mit uns geht.

 
 
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